25.07.2018 – EuGH: Genomeditierung gilt als Gentechnik

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: neue erbgutverändernde Verfahren unterliegen in der EU künftig den Gentechnik-Richtlinien.

Seit knapp einem halben Jahr warten Gentechnik-Befürworter und -Gegner mit Spannung auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) wie genomeditierte Pflanzen künftig in der EU reguliert werden sollen. Nun hat das oberste Gericht entschieden: Neue Gentechnik-Verfahren unterliegen grundsätzlich den Auflagen der Gentechnik-Richtlinie der Europäischen Union. Die mit dem Einsatz von erbgutverändernden Verfahren wie die Genschere CRISPR/Cas9 verbundenen Risiken seien „vergleichbar” mit denen älterer Verfahren, die bereits unter strengen Auflagen stehen, begründete das Gericht die Entscheidung Ende Juli. Damit haben sich die Luxemburger Richter weitestgehend gegen die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Michal Bobek von Anfang des Jahres entschieden. Bobek hatte sich dafür eingesetzt, die neuen Verfahren als „gezielte Mutagenese“ rechtlich anders einzuordnen sowie künftig nicht der Regulierung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu unterwerfen. (Quelle: transkript, 25. 7. 2018, hier weiterlesen)