BioRiver Newsletter 2/2020

Aktuelles und Wissenswertes aus dem BioRiver-Life Scince im Rheinland e.V.

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Inhalt:
Editorial
Aktuelles

•    1. BioRiver IT Forum
•    #43. LSNet Meeting
•    Bericht vom AK BioRegio
•    Förderprogramm NRW-Patent-Validierung
•    Deutsche Biotechnologietage 2020
Aus dem Verein
•    Zukunftscluster-Initiative des BMBF: CCAA – Cologne Cluster for Healthy & Active Ageing zur Konzeptphase empfohlen
•    Rücklauf der Unternehmensumfrage
Neue Mitglieder
•    UriCell i.Gr., Düsseldorf
•    Patentanwaltskanzlei Witthoff Jaekel Steinecke PartG mbB, Jülich
Berichte
•    NRW-Wirtschaftsempfang
•    BIO.NRW.academy “Wasser ist Leben– mit innovativer Biotechnologie zu nachhaltiger Wassernutzung”
•    Sequip Meßtechnik im weltweiten Einsatz – Marketing durch Kooperationsprojekte, Publikationen und Messen
•    Managerinnen in der Biotechnologie – VBU / Dechema e.V.
•    Jahresempfang der IHK Düsseldorf
Termine

Pressemeldungen der Mitglieder  siehe Homepage www.bioriver.de

Wir freuen uns über Ihr Interesse, sich als BioRiver-Mitglied für die Life Science Branche im Rheinland zu engagieren! Sprechen Sie uns einfach an.

Der nächste BioRiver-Newsletter erscheint voraussichtlich am 27. März.2020. Wenn Sie einen Text-Beitrag einbringen möchten, schicken Sie diesen bitte rechtzeitig, spätestens bis zum 23. März.2020 an bioriver@bioriver.de.


BioRiver – Newsletter 02/2020

Liebe Mitglieder des BioRiver e.V., liebe Netzwerkpartner!
Der Geschäftsführende Vorstand legte in seiner ersten Sitzung 2020 die Ziele für das laufende Jahr fest. Erstmals unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Dr. Boris Stoffel, Miltenyi Biotec, einigten sich die Vorstandsmitglieder auf die weitere Stärkung der Formate Mitgliederforum und BioRiver Boost! sowie die Einrichtung von vereinsinternen Arbeitsgruppen zu zentralen Themen. Die Umsetzung startete mit dem 1. BioRiver IT Forum am 11.2.2020, für das Termin und Programm bereits standen. Die Fragen aus der Veranstaltung an der Schnittstelle von Life Science und IT sind für alle Life Science Unternehmer und auch Forschungseinrichtungen relevant.  Aktuelles
Wo stehen die drei herausragenden StartUps Abalos Therapeutics, Attyloid und Priavoid auf dem Weg, Therapien für Krebs und Alzheimer und die Companion Diagnostik zu revolutionieren? Packende Vorträge durch die drei Geschäftsführer waren der Auftakt zum 1. LifeScienceNetMeeting 2020 am 19. Februar. Gut besucht wie lange nicht und mit ausführlichem Netzwerken im Anschluss durch Teilnehmer aus dem ganzen Rheinland geht das Meeting als bemerkenswerter Erfolg in die jüngsten Aktivitäten des LSNet Düsseldorf und BioRiver als Kooperationspartner ein.  Aktuelles.
Als eines von 16 Clustern von insgesamt 137 Bewerbungen bundesweit ist das Cologne Cluster for Active Aging (CCAA) im Clusters4Future-Wettbewerb des BMBF für die Bewerbung in der zweiten Runde ausgewählt worden. Wir gratulieren dem ZKS der Universität zu Köln unter Leitung von Prof. Oliver Cornely.  Aus dem Verein.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht zu unserer Arbeit.
Mit den besten Grüßen
Dr. Frauke Hangen
BioRiver e.V.


Aktuelles
1.BioRiver IT Forum

Am 11. Februar 2020 trafen sich auf Einladung der Unternehmen anderScore, LIMS@Work und Medeora rund 30 Teilnehmer aus dem BioRiver e.V., von interessierten Life Science-Firmen und verschiedenen IT Anbietern im Kölner Stapelhaus. Durch die Vorträge wurde das vielfach ungeliebte IT Thema zugänglicher und interessanter und wichtige Angebote (hier insbesondere das CRM-System vTiger) und Entscheidungshilfen für Labordatenmanagement sowie individuelle Softwarelösungen wurden vorgestellt. Während der Führung durch die Krypta von Groß-St.-Martin, in den Pausen und nach Abschluss der Diskussion nutzten alle Teilnehmer intensiv die Gelegenheit zum Austausch. Aus den gesammelten Themen wird nun der AK IT aufgesetzt, zu dessen 1. Treffen wir unsere Mitglieder am 28. 4. herzlich einladen.

#43 LSNet Meeting
Seit dem ersten Treffen ist BioRiver Partner des Düsseldorfer LSNet und über die Jahre haben wir schon einige Veranstaltungen gemeinsam realisiert. Diese, am 19.2.2020, war gleichwohl ein echtes Highlight und wir freuen uns auf die kommenden Treffen, bei denen Unternehmen aus dem BioRiver-Mitgliederkreis, dem LifeScienceCenter oder dem LSNet präsentieren. Während der Vorträge und im Anschluss wurde die Gelegenheit zum Netzwerken ausführlich genutzt. Die Forschung, Entwicklung und Finanzierung der Unternehmen Abalos Therapeutics, Attyloid und Priavoid sind äußerst vielversprechend und wurden professionell und kurzweilig durch ihre Geschäftsführer präsentiert und auch das neue Cluster Medizin.NRW passte genau ins Programm.
Die nächste Veranstaltung findet am 17. März zum Thema Life Science Innovation: Trends in Single Cell Analytics statt.

Treffen des AK BioRegio – Arbeitskreis der Deutschen BioRegionen in Wiesbaden
Weiberfastnacht ist im Rheinland bekanntermaßen ein Riesenfest, möglicherweise auch in Mainz, in Wiesbaden dagegen ist nichts los. Und so konnten sich die Vertreter der deutschen BioRegionen am 20.2.2020 ungestört vom närrischen Treiben zu ihrem regelmäßigen informellen Austausch treffen. Maßnahmen des AK BioRegio sind zum Beispiel die Deutschen Biotechnologietage (Veranstalter BioDeutschland) und der Innovationspreis der BioRegionen. Fragen zu den öffentlichen Themen der Sitzung beantwortet gerne die BioRiver-Geschäftsstelle.

Förderprogramm NRW-Patent-Validierung: Gesucht: Patente aus den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zum Markt. Bis 31.3.2020. Wir unterstützen Sie gerne.

Deutsche Biotechnologietage 2020, Wiesbaden (DBT 2020)
Am 27. und 28. Mai werden zur größten nationalen Biotechnologie-Veranstaltung des Jahres 850 Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung in Wiesbaden erwartet. BioRiver nutzt die Gelegenheit, um sich mit einem Messestand auf dem Landesstand zu präsentieren. Wir freuen uns sehr darauf, Mitglieder und Netzwerkpartner in Wiesbaden zu begrüßen.
Die DBT sind eine Maßnahme des Arbeitskreises der Deutschen BioRegionen, dem BioRiver als Mitglied angehört. Wir möchten das Programm und die Sponsoring Möglichkeiten empfehlen. Informationen unter: www.biotechnologietage.de.

Aus dem Verein
Zukunftscluster-Initiative des BMBF: CCAA – Cologne Cluster for Healthy & Active Ageing
Als eines von 16 Clustern von insgesamt 137 Bewerbungen bundesweit ist das Cologne Cluster for Active Aging (CCAA) für die Konzeptphase im Clusters4Future-Wettbewerb des BMBF empfohlen worden. Wir gratulieren dem ZKS der Universität zu Köln unter Leitung von Prof. Oliver Cornely. BioRiver ist als Kooperations- und Netzwerkpartner Teil der Bewerbung des CCAA. Die Zukunftscluster-Initiative des BMBF hat aufgrund des großen Fördervolumens viel Aufmerksamkeit von allen Innovationsförderern bekommen. Die Ausschreibung setzt themenoffen disruptive Forschungsergebnisse aus der Grundlagenforschung als Ausgangspunkt neuer regionaler Cluster. Deutschlandweit wurden im 1. Durchgang 16 Cluster aus 137 Vorschlägen durch die Expertenjury zur Förderung für die Konzeptphase empfohlen. 4 der Cluster sind in NRW beheimatet, das damit als stärkstes Bundesland in die 2. Stufe geht. 6 der ausgewählten Cluster beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit und Medizin. Industrielle Biotechnologie und Kreislaufwirtschaft sind im ersten Durchgang nicht zum Zuge gekommen. Inzwischen ist bekannt geworden, dass es insgesamt mindestens 2, voraussichtlich 3 Durchgänge des mehrstufigen Bewerbungsprozesses geben wird.
Mehr Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf den Web-Seiten des BMBF.

Rücklauf der Unternehmensumfrage
Die systematische Erfassung unserer Mitglieder hat in diesem Jahr die überwiegend gute bis sehr gute Entwicklung der BioRiver-Unternehmen dokumentiert. Die Auswertung der neuen Zahlen wird spätestens zur BioRiver-Mitgliederversammlung im Herbst veröffentlicht.

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
•    UriCell i.Gr., Düsseldorf: Tätigkeitsfeld: Stammzell- und Nierenzellprodukte
•    Patentanwaltskanzlei Witthoff Jaekel Steinecke PartG mbB, Jülich: Tätigkeitsfeld: Gewerblicher Rechtschutz, Patente

Berichte
NRW-Wirtschaftsempfang
Bericht: BioRiver e.V.
Am 3. Februar 2020 fand im Ständehaus der Jahreswirtschaftsempfang des Wirtschaftsminister Prof. Pinkwart unter reger Beteiligung von Wirtschaftsvertretern und Stakeholdern jeglicher Couleur statt. In der kurzweiligen Veranstaltung stach die hochkarätige Podiumsdiskussion zu Zukunftsthemen in NRW heraus. Den Rahmen bildete der sehr gute Netzwerkfaktor.

BIO.NRW.academy “Wasser ist Leben– mit innovativer Biotechnologie zu nachhaltiger Wassernutzung”
Bericht: BioRiver e.V.
Am 28. Januar 2020 trafen sich knapp 40 Experten aus dem Bereich der Wasserkreislaufwirtschaft im Wasserturm Styrum in Mühlheim, um sich zum Thema “Wasser ist Leben – mit innovativer Biotechnologie zu nachhaltiger Wassernutzung” weiterzubilden und auszutauschen. Veranstaltet wurde die 21. BIO.NRW.academy durch BIO.NRW in Zusammenarbeit mit BioRiver-Life Science im Rheinland e.V.
Die Teilnehmer aus Akademie, Wirtschaft, NRW-Umweltministerium und Technologieberatung bekamen durch die aktuellen Fachvorträge einen umfassenden Überblick über die zunehmende Bedeutung von biotechnologischen Prozessen für die Wasser- und Abwasserreinigung. Als Moderator führte Prof. Dr. Dieter Bryniok von der Hochschule Hamm-Lippstadt fachkundig durch das Programm. Die spannende Führung durch den historischen Wasserturm Styrum und das leckere Catering rundeten die sehr interaktive Veranstaltung ab.
Nach einer Begrüßung durch Dr. Oliver Bonkamp von BioIndustry und den Veranstalter BIO.NRW stellte Dr. Ilka Gehrke, Fraunhofer-Institut für Umwelt- Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), in ihrem Einführungsvortrag die verschiedenen Ansätze eines effektiven Wasserrecyclings vor und gab einen fundierten Überblick über innovative zentrale und dezentrale Wasserkreislauf- Beispiele.
Anschließend wurden anschaulich die neusten Erkenntnisse im Bereich der Wasserkreislaufwirtschaft mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen präsentiert. Die Sprecher waren: Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen/Zentrum für Wasser- und Umweltforschung Essen; Dr. Helmut Bennemenn, Bayer AG Bergkamen; Marie-Edith Ploteau, Emschergenossenschaft und Lippeverband Essen; Dr. Marco Lizzul, Varicon Aqua Solutions Ltd Hallow UK; Prof. Dr. habil. Marc Wichern, Ruhr-Universität Bochum; Prof. Dr. Werner Kloas, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Berlin;  Dennis Prausse, Phytolinc Köln; Lucia Donath, Royal Red Claw Düsseldorf; Prof. Dr. Florian Schröper, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) Aachen und Dr. Bastian Piltz, Isle Utilities Berlin. Der Themenkreis reichte von der Qualitätssicherung durch Biotechnologie und Biodiversität in Fließgewässersystemen, über das Best Practice Beispiel zu verbesserten biologischen Verfahren bei Bayer in Bergkamen, die Rückgewinnung von Wertstoffen am Beispiel von Phosphor und Nitrat, neuartigen Algen Photobioreaktor Systemen, einem vielversprechenden Aquaponik-Ansatz und einer innovativen Nanosonden-basierten Immundetektion von Trinkwasserkontaminationen bis hin zu der Vorstellung von zwei zirkulären Aquakultur Start-Ups und einer Übersicht über spezifische Fördermittel für den Transfer von Forschung in den (Wasser-) Markt.

Sequip Meßtechnik im weltweiten Einsatz – Marketing durch Kooperationsprojekte, Publikationen und Messen
Bericht: Sequip GmbH
Die Sequip GmbH ist seit 22 Jahren auf dem Gebiet der Partikelmessung aktiv, dabei sind mikrobiologische Fermentationen ein Anwendungsfeld von mehreren. Unter anderem können Kontaminationen schnell unter Echtzeit Bedingungen erkannt werden. Zu diesem Zweck werden die Sequip Sensoren seit 7 Jahren erfolgreich an der Universität in Zhejiang, China, Institut Prof. Yong-Zhong Bao eingesetzt. Standardmäßig werden die Sequip Sensoren in europäischen Forschungsprojekten und Unternehmen für die in situ Messung der Mikroorganismen und Zellen, genutzt, sowie bereits seit 22 Jahren für die Überwachung der mikrobiologischen Fermentationen in der Forschung an der Universität Mexiko City. Der initiale Kontakt zur TCLM in Japan geht zurück auf die Deutschen Biotechnologietage (DBT) 2016 in Köln. Friedel Schwartz, CTO des Unternehmens, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Netzwerke BioRiver e.V. und BIO.NRW zur Unterstützung der Life Science Unternehmen am Rhein. Bei den DBT wurde die japanische Messegesellschaft auf Sequip aufmerksam und lud das Unternehmen ein, auf der TLCM in Tokyo zu präsentieren. Parallel fand die Sequip Technologie Eingang in das Fachbuch „Advances and Applications of Partitioning Bioreactors“ im Elsevier Verlag, erschienen 2019. Die Einladung nach Japan konnte Sequip im Januar 2020 wahrnehmen und präsentierte seine in situ Sensoren zur Morphologiebestimmung einem breiten Publikum. “Unsere Technologie ist robust und langlebig, und dank der TCLM-Messe in Tokyo zukünftig in mindestens einem weiteren asiatischen Land im Einsatz.”, so die positive Bilanz von Friedel Schwartz in Japan.

Managerinnen in der Biotechnologie – VBU / Dechema e.V.
Bericht: Ruhr-IP Patentanwälte
Wie der Wirkstoff in den Patienten kommt. Frühjahrstreffen 2019 der VBU-Managerinnen
Haben Sie auch schon einmal versucht, einem Kleinkind Hustensirup einzuflößen? Oder ärgern sich darüber, dass beim Öffnen der Tablettenpackung immer der Beipackzettel im Weg ist? Damit Medikamente die gewünschte Wirkung entfalten, gehört mehr dazu als der hochpotente Wirkstoff; denn der muss auch in der richtigen Menge und zur richtigen Zeit in den Patienten gelangen, und das ist mitunter alles andere als einfach. Multimorbide Patienten kapitulieren vor der Tabletten-Batterie auf dem Frühstückstisch, Patienten dosieren versehentlich zu viel oder zu wenig, und das Kleinkind spuckt den Sirup wieder aus.
Wie es auch anders gehen kann, erfuhren die Teilnehmerinnen des diesjährigen Frühjahrstreffens der VBU-Managerinnen in den Life Sciences. Knapp 30 Frauen aus Wissenschaft und Industrie waren zu Gast bei tesa Labtec in Langenfeld.
Wer bei tesa zuerst an Haftklebestreifen denkt, ist in diesem Fall auf dem Holzweg: Das Unternehmen gehört zu den führenden Entwicklern und Herstellern von pharmazeutischen Spezialdarreichungsformen. Darunter fallen beispielsweise sogenannte „Rapid Films“, die sich auf der Zunge in Sekundenschnelle auflösen (und die das Kleinkind nicht ausspucken kann). „Mucofilms“ dagegen werden z.B. in die Wange appliziert und können dafür sorgen, dass der Wirkstoff nicht oral, sondern über die Schleimhaut aufgenommen wird und damit unerwünschte „first pass“-Effekte, also eine unmittelbare Metabolisierung, vermieden werden. Und jeder kennt die Wirkstoffpflaster, die Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum über die Haut in den Organismus bringen.
Wie viel Entwicklungsarbeit hinter solchen Anwendungen steckt, wurde bei einem Rundgang durch das Unternehmen deutlich: Von der Forschung, um das geeignete Filmmaterial, die richtige Formulierung und die Verarbeitung zu entwickeln, über das Entwicklungslabor, in dem die Chargen „im Kleinen“ hergestellt werden, bevor die Verfahren in Hamburg in die Produktion gehen, zeigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schritt für Schritt, welche Parameter zu beachten sind. Je leichter ein Medikament zugänglich ist, desto größer ist allerdings auch die Gefahr des Missbrauchs: Darauf wies die Gastgeberin, die Geschäftsführerin von tesa labtec Dr. Helge Lubenow, in einem eindringlichen Vortrag hin. Hier sind nicht nur die Hersteller, sondern auch Ärzte, Patienten und Gesetzgeber in der Pflicht, um Folgen wie die US-Opiatkrise von vornherein zu verhindern.
Überhaupt ist der Patient längst nicht mehr nur ein „Duldender“, wie es der lateinische Wortursprung nahelegt. Er muss vielmehr als aktiver Teil des Gesundheitssystems handeln und auch so wahrgenommen werden. Wie diese Rolle aussehen kann, schilderte Philipp von Gallwitz in seinem Vortrag zu „Patient Engagement aus Industriesicht“ – ein Plädoyer für mehr Austausch zwischen Patienten, Herstellern und Behörden. Dass auch die „klassische“ Tablette leichter ihren Weg in den Patienten finden könnte, wenn man den denn nur stärker berücksichtigen würde, zeigte Prof. Dr. Sven Stegemann in seinem trotz des ernsten Themas vergnüglichen Vortrag zu „Alt, multimorbid und selbständige Arzneimitteleinnahme – ein Realitätscheck“.
Das nächste Treffen der VBU-Managerinnen findet am 27. März 2020 am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg statt, dann mit dem Thema „Materials meet Biomedicine – Zukunft der regenerativen Therapien“. Am 26. März 2020 besteht die Möglichkeit, an einem Weiterbildungs-Workshop zu Rhetorik teilzunehmen. Informationen zum VBU-Managerinnennetzwerk finden Sie unter: v-b-u.org/mn.html

Jahresempfang der IHK Düsseldorf
Bericht: IHK Düsseldorf
Rund 1400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben fanden sich am 13. Januar 2020 zum traditionellen Jahresempfang der IHK Düsseldorf im Maritim Hotel Düsseldorf Airport ein. Prominenter und mit Spannung erwarteter Gastredner war Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. IHK-Präsident Andreas Schmitz kündigte diesen in seiner Rede mit folgenden Worten augenzwinkernd an:
„In der Presse findet man zu Ihrer Person fast ausschließlich positive Beschreibungen wie bodenständiger Politiker, intellektueller Schöngeist, sanfter Revolutionär oder sensibler Literat. Mir gefiel hingegen am besten folgende Beschreibung: Robert Habeck, die gelungene Mischung aus Robert Redford, Heinrich Böll und dem Sandmännchen. Sie gelten als Motor des grünen Höhenflugs, da Ihr Ton nicht mehr wie bei früheren Vorsitzenden als Sirene im Dauerbetrieb wahrgenommen wird, sondern eher wie das Glöckchen zur Bescherung“. Vorab schon hatte Schmitz den Wandel der Grünen von der Protestpartei zur Gestaltungsmacht gewürdigt. Schmitz wörtlich: „Ihre Geschichte handelt vom Aufbruch in eine Zukunft, die verheißungsvoll klingt, weil Ökonomie und Ökologie erstmals miteinander versöhnt werden sollen. Fakt ist, dass Dank der Grünen und einer bis dato eher unpolitischen jungen Generation die Debatte um das Klima im Zentrum des politischen Diskurses angekommen ist. Und darüber hinaus sind die Grünen im modernen Sinne konservativ, weil sie versuchen, eine Entwicklung zu bewahren, nämlich die Öffnung der Gesellschaft“. Schmitz forderte Wandel, Innovation und einen Neuanfang in Politik und Gesellschaft ein, denn der „eigene Schatten sei auch dazu da, dass man ihn überspringe“.
Dieses Bild griff Robert Habeck gern auf, der seinen ursprünglich geplanten Vortrag zugunsten des Dialogs mit der Wirtschaft aufgab, in dem er aus dem Stegreif und in freiem Vortrag sich der von IHK-Präsident Andreas Schmitz adressierten Themen annahm.
Habeck würdigte die Wandlungs- und Gestaltungskraft der Märkte und forderte diese auch für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein, denn diese seien das Geschäftsmodell der Zukunft. Es sei längst keine Frage mehr, ob es den Klimawandel gebe, sehr wohl aber eine Herausforderung, wie wir diesen gestalten. Habeck wörtlich: “Man kann seinem Schatten hinterherrennen, wird ihn aber niemals erreichen. Aber die Jagd nach dem Schatten macht uns schneller.“ Der anhaltende Applaus des Auditoriums zeigte deutlich: Ökonomie und Ökologie stehen sich längst nicht mehr unversöhnlich gegenüber.

Termine
05. März 2020    Silversky LifeSciences Stammtisch mit einer Keynote zum Thema MDR
    Anmeldung unter diesem Link
09. März 2020     9. BIO.NRW Business Angel Congress: "Healthy Perspectives: Close Up on International and Regional Cooperation to Generate Win-Wins"
16. März 2020    Netzwerkveranstaltung von BIO.NRW.red zum Thema: „Klinische Studien richtig vorbereiten – Einblicke und Erfahrungen“
17. März 2020    LifeScienceNet Düsseldorf Veranstaltungsreihe Life Science Innovation:
    „Trends in Single Cell Analysis - Einzelzell-Technologien und ihre Anwendungsbereiche”
27. März 2020    Treffen der VBU-Managerinnen am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg: „Materials meet Biomedicine – Zukunft der regenerativen Therapien“
31.03.-3.04.2020    analytica - Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und analytica conference in München
12. Mai 2020    StartUp Woche Düsseldorf: Life Science X Experts
13. Mai 2020    LSR-Aktionstag Biotechnologie in Köln
27.-28. Mai 2020    Deutsche Biotechnologietage (DBT) 2020 in Wiesbaden
25. August 2020    BioRiver IT Forum in Düsseldorf
6. Oktober 2020    BioRiver Boost! in Köln

Kontakt:
BioRiver – Life Science im Rheinland e.V.
Merowingerplatz 1, 40597 Düsseldorf
Tel.:       0211 316 06 10
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