01.02.2019 – Pressemeldung: Erwin Rüddel zu Gast bei BioRiver

Pressemeldung

Download und Bildmaterial unten

Erwin Rüddel zu Gast bei BioRiver

Etwa 30 LifeScience Unternehmer und BioRiver-Mitglieder diskutierten mit Erwin Rüddel, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, die Gesetzesvorhaben der laufenden Legislaturperiode und weitere spannende branchenrelevante Themen aus der Bundespolitik.

 

Unter dem Titel „BioRiver meets Gesundheitsausschuss des Bundestages: Innovationen für eine bessere Gesundheitsversorgung“ trafen sich am 25. Januar 2019 knapp 30 Teilnehmer aus dem BioRiver e.V., um in einem ausführlichen Nachmittagstermin verschiedene Unternehmungen, darunter AiCuris, Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2018, und die Gewinner des BioRiver Boost! 2018 Wettbewerbs Priavoid, Sphairlab und BlackDrop Biodrucker zu hören. Dazu stellte Erwin Rüddel, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, die Gesetzesvorhaben der laufenden Periode und weitere branchenrelevante Themen aus seinem bundespolitischen Geschäft vor.

 

 „Die Entwicklung neuer Therapeutika durch geeignete Anreize zu fördern, das ist unser Ziel in der Gesetzgebung noch in dieser Legislaturperiode. Die Beispiele AiCuris mit Letermovir und auch die Alzheimer-Therapie des Start-Ups Priavoid waren entsprechend sehr interessant für mich. Die Gründungen Sphairlab und BlackDrop BioDrucker sind weitere plastische Beispiele für das hohe Innovationspotential der Branche. Organisationen wie BioRiver haben einen wichtigen Anteil am Austausch der vielfältigen Industriezweige mit der Politik“, so das Fazit durch Erwin Rüddel, MdB, und Vorsitzender des Gesundheitsausschuss im Bundestag.

 

Dr. Holger Zimmermann, Mitgründer und CEO der AiCuris Anti-infective Cures aus Wuppertal, präsentierte die Entwicklung des Biotech-Startups als Ausgründung aus dem Weltkonzern Bayer zum mittelständischen Unternehmen mit weiterem Wachstumspotential. „Über die ganze Entwicklungszeit eines Medikaments sollten die Fragen des medizinischen Bedarfs, wer benötigt mein Medikament und was macht die Konkurrenz, im Fokus sein“. Im internationalen Vergleich ist je nach Land die Förderung der Forschung und Entwicklung für neue Therapeutika sehr unterschiedlich. „Es sollte auch allen bewusst sein, dass eine Medikamentenentwicklung langwierig und sehr kostenintensiv ist und dabei manchmal von einem auf den anderen Tag gestoppt werden muss“, so Zimmermann. „Das hohe Risiko muss insbesondere in vermeintlich kleineren, aber sehr wichtigen Feldern wie der Antibiotika-Entwicklung abgemildert werden.“ Aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz sollte die Politik hier dringend Anreize zur Forschung und Wirkstoff-Entwicklung schaffen.

 

„Viele Gesetzesinitiativen im Kontext Arbeitnehmer- und Arbeitgeberrechte oder auch Datenschutzbeauftragter gehen von der Potenz eines Konzerns aus. Weder kann ein kleines oder mittelständisches Unternehmen das Rückkehrrecht bei Teilzeitverträgen oder gar ein Anrecht auf Homeoffice einfach so stemmen, noch ist ein interner Datenschutzbeauftragter, der einen besonderen Kündigungsschutz genießt, eine billige gesetzliche Verpflichtung. Hier besteht Änderungsbedarf.“, so Prof. Stephan Wnendt, MLM Medical Labs und Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BioRiver e.V. zu den Ausführungen von Herrn Rüddel. „Die durchweg positive Resonanz der Teilnehmer ist ein wichtiger Indikator für unsere Verbandsarbeit“, so Dr. Frauke Hangen, Geschäftsführerin des BioRiver e.V. „Ein ähnliches Treffen mit Abgeordneten des NRW-Landtags könnte als nächster Termin sehr interessant sein.“

 

Gastgeber des Treffens war das BioRiver-Mitglied Rheinisches Versicherungskontor in Ratingen, das sich auf die Versicherung im Kontext Klinische Studien spezialisiert hat. Inhaber Marcus Rexfort zeigte sich sehr zufrieden mit dem Erfolg der Veranstaltung. „Das Netzwerk spezialisierter Dienstleister kann in Branchenverbänden zu einem echten Mehrwert und neuen Verbindungen führen. Mit diesem Ziel haben wir die Veranstaltung mit BioRiver konzipiert  und dieses Konzept ist aufgegangen.“

 

Über BioRiver: BioRiver – Life Science im Rheinland e.V. wird durch knapp 120 Mitgliedsorganisationen aus der Life Science Branche und deren Stake-Holdern getragen. Der Sitz der Geschäftsstelle ist Düsseldorf; das Netzwerk ist im gesamten Rheinland einschließlich der Region Aachen/Jülich aktiv. Die Vertretung der Branche auf Landesebene, die Förderung und Vernetzung seiner Mitglieder und die Unterstützung von Innovationen in Life Science Unternehmungen jeder Größe sind die Ziele des Branchenverbands.

 

Kontakt:

BioRiver – Life Science im Rheinland e.V.

Dr. Frauke Hangen, Geschäftsführerin

bioriver(at)bioriver.de

Tel.: 0211 3160610

www.bioriver.de

 

 

 

Download der Pressemeldung

Fotos: Bildrechte BioRiver, Fotograf: Wiedemeier

Gruppenbild